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Immer wieder kehrende Ängste lähmen meine Gedanken, nehmen mir jegliche Objektivität. Getrieben von Rastlosigkeit streift mein Geist durch die Nacht. Nimmt mir den erholsamen Schlaf. Kurze Momente des wunderbaren, neuen, unbekannten Wohlgefühls werden durch Zweifel zerstört…in Frage gestellt. Die Schatten der Vergangenheit sind präsent. Ständig..zu jeder Zeit. Mal unbemerkt und leise zischend. Dann wieder laut und brüllend. Ich weiß nicht warum sie da sind. Warum sie wiedergekommen sind. Ich weiß nicht, wie ich sie vertreiben kann und ob ich sie überhaupt vertreiben kann. Die Hoffnung ist da. Jeden Tag. Nur konnte Hoffnung allein noch nie etwas bewegen. Und immer wieder Gedanken… wie ein Blitz schießen sie aus dem Nichts kommend in meinen Kopf. 

Der Showdown …

mal wieder…

Und plötzlich macht sich die Metamorphose bemerkbar. Der anfängliche Schmerz über das wahrgenommene Ende wandelt sich blitzartig zur Wut und entläd sich dementsprechend explosiv. Dann kommt die Scham. Die Peinlichkeit der Situation lässt den grollenden Riesen zum kleinen Kind mutieren. Scheinbar schutzlos. Das alles war in seinem Ablauf bekannt…doch nicht in diesem Tempo. Was sich vormals endlos lang und schmerzlich leidend dahinzog, verläuft nun in einem nie dagewesenen Lauf. Tosend und gischtschäumend stürzt dieser Fluss der Emotionen ins Tal. Um wider Erwarten in einem klaren, friedlichen See zu münden. Die Fassungslosigkeit der Situation weicht einem Frieden. Einer Wurzel gleich, die sich ins Erdreich gräbt, um zu halten und Nahrung zu spenden, wächst dieser Frieden. Und es passiert, was nicht möglich schien. Ein Schössling wächst auf dem kargen Grund, der scheinbar nur Geröll bot.


In tiefer Dankbarkeit, dem, dem sicherlich noch nicht einmal bewusst ist, welche Felsmassen er in Bewegung versetzt hat.

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Der 6te Tag im Wonnemonat ist Dir gegeben. Dies war auch der letzte Tag an dem ich ein lebendiges Zeichen von Dir sah. Vor vielen Monden…
Einst warst Du von meinem Blut…auf dem Papier bist Du es noch…aber wie es aussieht nur noch da.
Der selben Linie folgend gingen wir einst gleiche Wege. Irgendwann bogst Du ab…oder ging ich einen anderen Weg? ich weiß es nicht…und relevant ist dies wohl auch nicht mehr. Ich habe Ausschau gehalten. Oft sah ich nach Dir…aber Du hast und hattest nur Dein Ziel vor Augen. Es ist schwer begreiflich für mich, da ich doch den vergangenen gemeinsamen Weg für schön, kraftgebend und ehrlich hielt. Nun, ich war wohl blind, und habe nicht gesehen, dass Du dies nicht so gesehen hast. Gern hätte ich Dich begleitet, da ich weiß, dass Du ebenso steinige Wege gegangen bist, wie ich.Und ich hätte auch Deine Begleitung gebraucht. Aber Du wolltest dies nicht. Bis heute weiß ich nicht warum. Die Ehrlichkeit, die mir an der Stelle fehlt ist sehr verletzend für mich. Aber ich bin nicht böse. Nur betrübt, weil ich es nicht verstehe.

Ich wünsche Dir viel Glück auf Deinem Weg. Irgendwann, denke ich, werden sich unsere Wege wieder kreuzen. Spätestens dann, wenn die Zeit gekommen ist, dass wir das Blut der Vergangenheit zu Grabe trage müssen. Wenn die Linie am Anfang gekürzt wird, wird sich zeigen, ob das Ende Bestand haben kann. Ich hoffe nur, dass Du dann aufrecht stehen kannst und Dich dem Ganzen nicht wieder entziehst.

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Ich höre sie, die Worte aus deinem Mund. Ich spüre sie, was sie in mir verursachen. Deine Worte können mir Freude bereiten, aber genauso können sie unsagbares Leid schaffen. Wie schnell ist so manches ausgesprochen, ohne abgewogen zu haben, welche Reaktionen es hervorruft. Aber mutieren die Worte nicht plötzlich zu einer Lüge, wenn du sie im Geiste abwägst, errechnest-was sie bei deinem Gegenüber verursachen, und du sie dann wohl portioniert herüberreichst? Versehen mit dem Geschmack, wie du glaubst, dass sie bei mir ankommen könnten oder sollen?

Deine Worte können mich liebkosen, wärmen, streicheln, in den Schlaf wiegen. Aber die selben Worte können mich würgen, mir den Atem stehlen und mir Schmerzen bereiten. Dossierst du das Gift wohlbesonnen, dass es nicht als Gift sondern als Arznei wirkt? Kannst und möchtest du heilen oder Leiden schaffen?

Warum kann das Schwingen von Stimmbändern soviel in einem Menschen beeinflussen? Warum kann das geschriebene Wort, was letztendlich nichts weiter wie Tinte auf Papier ist, ganze Nationen zerstören? Warum sind wir nicht in der Lage, bis zum letzten Rest zu steuern, was wir von uns geben?

Liebkose mich mit deinen Worten, um mir mit dem geschliffenen Dolch aus deinen Worten am Ende die Kehle durchzuschneiden, dass meine Worte versiegen…