Tage wie dieser...


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Und wieder ist es soweit.
Derselbe Ablauf.
Dieselben Gefühle.
Derselbe Schmerz.
Dasselbe Leid.

Es geht doch gar nicht mehr ohne, wie mir scheint. Ich trample in deiner Vulnerabilität herum, du in meiner…je nach Geschmack…der Egoismus macht es möglich…

Ich hab dich gesehn…gefühlt…gemocht…geliebt….und dann, wie aus dem Nichts erschlägt mich wieder der Zweifel. Ich finde die Indizien, die ich benötige, um mir selbst zu sagen, dass doch alles Shit ist.

Heute morgen war noch alles super. Es war schön. Und nun, ganz wenige Stunden später, liege ich am Boden. Erschlagen von meinen Ängsten und Bedenken. Warum kannst Du sie nicht zerstreuen? Ich habe geglaubt, Du könntest es…

Muss ich dich jetzt gehen lassen?
Muss ich dich gehen lassen, um dich nicht zu verletzen?
oder Muss ich dich gehen lassen, um mich zu schützen?


Ich schreibe es hier her. Da ich es dir nicht sagen kann… :

Ich liebe Dich.

Was für ein furchtbarer Satz. Ich hasse ihn. Soviel Glück, auf das am Ende immer Leid folgt. Ich möchte mich dagegen wehren. Immer wieder…jeden Tag…aber ich kann es nicht. Das Glück ist einfach zu gut…tut zu gut…aber der Schmerz der folgt…

Vielleicht (ja, die Hoffnung stirbt nie)…gibt es doch einmal ein gutes Ende…oder eine Ende was sich lang hinausschieben lässt. Nun, die Hoffnung eben…

In Gedanken…an Dich…

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…überschlagen sich die Gedanken.
Die Ehrfurcht vor dem Gefühl raubt mir den Atem
Ich sehe-fühle-rieche-schmecke
nur noch dich…

Ich zauderte beim Gedanken an das "Wenn"
doch nun,
als ich es zuließ
überfällt es mich
umgarnt mich
lässt mich ruhen
spendet Wärme
läßt mich sein

Niemals hätte ich zu hoffen gewagt
dort anzukommen
wo ich jetzt zu sein scheine

Alles ist neu
und doch so vertraut
ich lege mich nieder
lass mich treiben
möchte mehr
mehr sehen
mehr fühlen
mehr riechen
mehr schmecken

Haltlos sein
alles genießend wollend
jetzt und hier

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Der Regen trommelt seit einigen Tagen unermüdlich auf die Straße. Ich sitze hinter dem Fenster, sehe hinaus, und lasse mein Gemüt in tiefe Melancholie, ob der grauen Tristheit da draußen, versinken.

Ein Seufzen…eine Zigarette…ein Kaffee…wieder ein Seufzen…hmmm. Noch soooo lange bis zum ersehnten Telefonat….Der Griff zum Telefon wird Hilfe bringen. Bereit. Es tutet. Jaaaa…am anderen Ende, die Stimme meiner Vernunft: der Pfefferminzdrops. Wir sprechen über Gott und die Welt, Primaten, Spinnennetze, Liebe und Leid. Amüsieren uns gar köstlich über die ein oder andere Anekdote, aus diversen Kollisionen. (Dazu später mehr). Und im Amüsement erschlägt mich der Gedanke, dass eben dieser geschätzte Pfefferminzdrops, nicht nur mich, sondern auch den Rest der Welt mit scharfer Weitsicht und unentdeckten Gedankenknoten, aber auch manch seltsam anmutenden Blödfug erheitern könnte.

Gesagt getan. Der Pfefferminzdrops kollidiert mit Gedankenblut….

"Wusstest Du ürigens, dass es mittlerweile Pfefferminzmilchshakes gibt? "Die Gänsehaut die sich in diesem Moment über meine Zunge zog, lässt die Gedanken zur verbalen Kollision auf den nächsten Tag verschieben. In sanfter Euphorie schweifen meine Gedanken ab. Weit weg von Milchshakes und Pfefferminzdrops…. "Du, ich mach erstmal Schluß, ich wollte ja noch jemanden gaaaaaaaaaaanz wichtiges anrufen." Ein deutlich zu vernehmendes Schmunzeln am anderen Ende.

Das darauf folgende Telefonat ließ den Regentag plötzlich nicht mehr so regnerisch erscheinen. Und obwohl mittlerweile die Dunkelheit über den Straßen lag, machte sich eine gewisse Euphorie breit. Mit einem breiten Grinsen im Gesicht entschwinde ich in die Nacht.

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